Die Baugeschichte von Neu-Kagran

1950 – 1959

In Neukagran gab es ab 1956 eine kleine Notkirche, aber trotz mehrmaliger Vergrößerung blieben Notkirche, Wohnbaracke für den Seelsorger und Heimräume ungenügend. Diese Unzulänglichkeiten, ebenso die einsetzende rege Bautätigkeit im Umfeld, ließen den Baubeginn für einen entsprechenden Kirchenbau dringlich werden.
1957 wurde die Arbeitsgemeinschaft der Wiener Architekten Peter Czernin und Lukas Matthias Lang mit der Planung der Kirche und des Pfarrhofes beauftragt. Der Plan mit ca. 240 Sitzplätzen und ungefähr ebenso vielen Stehplätzen wurde am 8. Mai 1959 baubehördlich genehmigt.
Die Verwendung einer neuen Hängedachkonstruktion aus Spannbeton und die Ausführung des Neubaues in schalreinem Beton stellten zu Beginn der Sechzigerjahre eine eher unbekannte Technologie und einen neuen Stil dar. Fassadenmosaik und campanileartiger Turm wurden nicht ausgeführt.
Die künstlerische Ausgestaltung des Innenraumes der Kirche lag in den Händen von Mag.art Kurt Liebermann (verstorben am 19. 10. 2008).Von ihm wurden die Glasfenster der Vorderseite des Kircheninnenraumes, der Altartisch, der Tabernakel, das Taufbecken, die Weihwasserbecken, der Sockel der Muttergottesstatue und die Türgriffe entworfen.
Das Kreuz über dem Altar stammt von Prof. Matthias Hietz.  Die Baufirma G. und H. Menzel bekam den Auftrag zur Bauausführung. Die Ausführung der künstlerischen Arbeiten übernahm die Fa. Ignaz Dürr OHG
12. 09. 1959 Grundsteinlegung für die neue Kirche durch Erzbischof Koadjutor Dr. Franz Jachym

1960 – 1969

17. und 18. 12. 1960 Einweihung der Kirche durch Kardinal Dr. Franz König
28. 01.1961 Orgelweihe durch Erzbischof Koadjutor Dr. Franz Jachym. Prof. Karl Walter hatte die Disposition der Orgel geschaffen und die Fa. Dreher-Reinisch aus Salzburg stellte das Werk auf. November 1963 Inbetriebnahme der neuen Kirchenluftheizung nach Demontage der 2 Jahre alten Heizung. Laut Pfarrchronik: Winter Kirche grausam kalt, Sommer beengende Hitze!
18. 11. 1964 Erster Sturmschaden am Kirchendach, nach Reparatur Dach weiter bei starkem Regen undicht.
22. 2. bis 5. 3. 1964 Umstellung des Altares und des Tabernakels nach der Liturgiereform.
Dezember 1965 Vorhänge vor den Kirchenfenstern hinter dem Altar montiert.
Frühjahr 1968 Pfarrhof fertiggestellt.
Juli 1968 Kirchendacherneuerung im Februar u. März 1969. Demontage der ostseitigen Glasfassade und Errichtung von Fensterbankmauern im Pfarrhof, Erneuerung des Pfarrhofdaches, Errichtung eines betonierten Verbindungsweges Pfarrhof – Kirche.

1970 – 1979

23. 8. 1970 Einweihung der neuen Nachbarpfarre Kagraner Anger 26, ab 1. 1. 1971 neue Pfarrgrenzen, Pfarre Neukagran hat nun keine Schule mehr in ihrem Pfarrgebiet. Herbst 1972 Umgestaltung der Werktagskapelle, nun 30 Sitzplätze statt bisher 18.
Dezember 1974 Veloursteppich in Kirche verlegt, mildert das Kälteempfinden von unten her und verhindert das Ausrutschen auf dem leicht abschüssigen Plastikboden bei Regen.
ca. 1975 bekamen wir den Kreuzweg einer italienischen Kunstwerkstätte, Centro Ave aus Loppiano/Florenz
Frühjahr 1976 Kirchendach erneut durch Sturm beschädigt. Reparatur erfolgte erst im März 1977

1980 – 1989

2. Halbjahr 1981 teilweise Renovierung des Pfarrhofes wegen Priesterwechsel, Wärmedämmung der Westseite des Pfarrhofes.
1985 Reparatur der Kirchenheizung.
1986 Revitalisierung der Wochentagskapelle, komplette Wärmedämmung, elektrische Fußbodenheizung und Erneuerung der Beleuchtung, der Bestuhlung, des Altares und des Tabernakels. Architekt DI Franz Kronreif.
30. 5. 1986 Einweihung der Kapelle durch Dechant Erich Höfling.
1987 Renovierung großer Pfarrsaal.
23. 10. 1987 Einweihung des großen Pfarrsaales durch Dechant Erich Höfling.
1988 Reparatur der Balkone des Pfarrhauses, Errichtung von Wasserspeiern zur Entwässerung der Balkone.

1990 – 1999

1991 Kirchendach erneut stark undicht, Abhilfe erst 1992 möglich, inzwischen 14 Kübel als Notlösung.
1992 Neue Dachhaut (Kamperol) auf Kirchendach aufgebracht.
1994 Renovierung Seniorenraum.
1996 Reparatur der Orgel.
1996 Renovierung des kleinen Pfarrsaales.

2000 – 2009

2002 Kirchenfassadenrenovierung erster Teil.
2003 Kirchenfassadenrenovierung zweiter Teil, Öltanksanierung für Kirchenheizung.
2005 Sperre des Kirchenvorplatzes, da sich die Betonfelder unterschiedlich stark gesenkt hatten.
2006, 2007 Neubeginn der Planungsarbeiten für den Vorplatzumbau. Erneuerung der Beschallungsanlage in der Kirche.
Sommer 2008 Sturm beschädigt erneut das Kirchendach, zwei Reparaturen nötig.
Oktober 2008 Beginn der Umbauarbeiten zur Erneuerung des Kirchenvorplatzes.
Dezember 2008 Fertigstellung der baulichen Arbeiten, samt behindertengerechter Rampe und automatischen Türöffnern.
Frühjahr 2009 Bepflanzung des Kirchenvorplatzes: Solitärbaum, 6 Kugelkirschenbäume, 28 Hainbuchensträucher etc.
11. 06. 2009 Eröffnung des erneuerten Kirchenvorplatzes.