Alle Artikel von Marcel Berger

Schalom Maria

Schalom Maria,
der sympathische Gott ist mir dir!
Du gehst schwanger
mit der Vision
einer friedvollen
und geschwisterlichen Welt.

Gesegnet ist die Frucht deines Leibes,
Jesus, der „Gott-mit-uns“.

Liebgewonnene Maria,
Schwester im Glauen,
erweise dich solidarisch mit uns,
wenn wir uns wehren
gegen Untergangsmächte,
damit Leben
für alle möglich wird,

jetzt und in der Stunde
der end-gültigen Begegnung
mit Gott.

Quelle unbekannt

Der Sprung in der Schüssel

Es war einmal eine alte chinesische Frau, die zwei große Schüsseln hatte, die von den Enden einer Stange hingen, die sie über ihren Schultern trug. Eine der Schüsseln hatte einen Sprung, während die andere makellos war und stets eine volle Portion Wasser fasste. Am Ende der langen Wanderung vom Fluss zum Haus der alten Frau war die andere Schüssel jedoch immer nur noch halb voll.

Zwei Jahre lang geschah dies täglich: die alte Frau brachte immer nur anderthalb Schüsseln Wasser mit nach Hause.
Die makellose Schüssel war natürlich sehr stolz auf ihre Leistung; aber die arme Schüssel mit dem Sprung schämte sich wegen ihres Makels und war betrübt, dass sie nur die Hälfte dessen verrichten konnte, wofür sie gemacht worden war.

Nach zwei Jahren, die ihr wie ein endloses Versagen vorkamen, sprach die Schüssel zu der alten Frau: „Ich schäme mich so wegen meines Sprungs, aus dem dem den ganzen Weg zu deinem Haus immer Wasser läuft.“

Die alte Frau lächelte. „Ist dir aufgefallen, dass auf deiner Seite des Weges Blumen blühen, aber auf der Seite der andern Schüssel nicht? Ich habe auf deiner Seite des Pfades Blumensamen gesät, weil ich mir deines Fehlers bewusst war. Nun gießt du sie jeden Tag, wenn wir nach Hause laufen. Zwei Jahre lang konnte ich diese wunderschönen Blumen pflücken und den Tisch damit schmücken. Wenn du nicht genauso wärst, wie du bist, würde diese Schönheit nicht existieren und unser Haus beehren.“

Jeder von uns hat seine ganz eigenen Fehler, aber es sind Sprünge, die unser Leben so interessant und lohnenswert machen. Man sollte jede Person einfach so nehmen, wie ist ist und das Gute in ihr sehen.

Also an all meine Freunde mit einem Sprung in der Schüssel: Habt einen wundervollen Tag und vergesst nicht den Duft der Blumen auf eurer Seite des Pfades zu genießen.

„Entwicklungsräume“

Seit dem ersten Adventsonntag (29. November 2015) hat der Bischof unserer Diözese eine flächendeckende Neuordnung dekretiert. Es wurden neue Einheiten geschaffen, die “Entwicklungsräume” heißen.

Unser “Entwicklungsraum” besteht aus den drei Pfarren:
– Kagraner Anger – Stanislaus Kostka
– Neukagran – Maria Goretti
– Stadlau – Herz Jesu 

Kirche St. Stanislaus Kostka, Pfarre Kagraner Anger, Außenansicht

Der Geist Gottes wandelt! – Aufforderung von Papst Franziskus

Papst Franziskus feierte die Messe anlässlich des 86. Geburtstages für Benedikt XVI. Zum Beginn des Gottesdienstes, den der Papst mit einigen Mitarbeitern des Governatorats des Vatikanstaates in der Kapelle des Gästehauses Santa Maria feierte, sagte Franziskus: „Der Heilige Geist drängt zum Wandel, und wir sind bequem.“ Papst Franziskus hat in seiner Predigt am Dienstagmorgen deutlich Stellung bezogen und die mangelhafte Umsetzung des Zweiten Vatikanischen Konzils beklagt. Das sei vor allem ein geistliches Problem, so der Papst:

„Um es klar zu sagen: Der Heilige Geist ist für uns eine Belästigung. Er bewegt uns, er lässt uns unterwegs sein, er drängt die Kirche, weiterzugehen. Aber wir sind wie Petrus bei der Verklärung, „Ach wie schön ist es doch, gemeinsam hier zu sein.“ Das fordert uns aber nicht heraus. Wir wollen, dass der Heilige Geist sich beruhigt, wir wollen ihn zähmen. Aber das geht nicht. Denn er ist Gott und ist wie der Wind, der weht, wo er will. Er ist die Kraft Gottes, der uns Trost gibt und auch die Kraft, vorwärts zu gehen. Es ist dieses „Vorwärtsgehen“, das für uns so anstrengend ist. Die Bequemlichkeit gefällt uns viel besser.“

Wir seien heute viel zu zufrieden mit der angeblichen Anwesenheit des Heiligen Geistes, und diese Zufriedenheit sei eine Versuchung. Das gelte zum Beispiel mit Blick auf das Konzil:

„Das Konzil war ein großartiges Werk des Heiligen Geistes. Denkt an Papst Johannes: Er schien ein guter Pfarrer zu sein, aber er war dem Heiligen Geist gehorsam und hat dieses Konzil begonnen. Aber heute, 50 Jahre danach, müssen wir uns fragen: Haben wir da all das getan, was uns der Heilige Geist im Konzil gesagt hat? In der Kontinuität und im Wachstum der Kirche, ist da das Konzil zu spüren gewesen? Nein, im Gegenteil: Wir feiern dieses Jubiläum und es scheint, dass wir dem Konzil ein Denkmal bauen, aber eines, das nicht unbequem ist, das uns nicht stört. Wir wollen uns nicht verändern und es gibt sogar auch Stimmen, die gar nicht vorwärts wollen, sondern zurück: Das ist dickköpfig, das ist der Versuch, den Heiligen Geist zu zähmen. So bekommt man törichte und lahme Herzen.“

Dasselbe gilt für das eigene geistliche Leben: Der Heilige Geist dränge zu einem Leben gemäß dem Evangelium, aber wir seien zu bequem, wir widersetzten uns dem. Dem Heiligen Geist dürfe man sich aber nicht widersetzen, denn er mache die Menschen frei, er gebe ihnen die Freiheit der Kinder Gottes und bringe sie auf dem rechten Weg voran.“

Radio Vatikan

Die Pfarrzeitung

… dass Altpfarrer Haupt mit uns sein 60jähriges Priesterjubiläum feierte.

Beitrag vom 30. 06. 2013

Am Sonntag, den 9. Juni feierten wir gemeinsam mit Pfarrer Haupt sein Priesterjubiläum. Sonnenschein und Wärme verwöhnten uns den ganzen Tag. Viele Gäste von nah und fern kamen zu diesem besonderen Fest. Die feierliche Messezelebrierte Pfarrer Haupt mit Pfarrer Berger, sowie mit unserem Kaplan Joseph und einem koreanischen Priester. Anschließend hatten alle Gäste Gelegenheit dem Jubilar ihre Glück- sowie Segenswünsche auszusprechen. Im Pfarrgarten erwarteten uns dann zum Essen köstliche Schnitzel, besonders gute Torten mit Kaffee – und einige Gespräche mit alten Bekannten. Für die Kinder gab es verschiedene Spielmöglichkeiten zur freien Auswahl, wobei unser Legobauplatz bevorzugt wurde. Zum Abschluss des schönen Festtages war eine kurze Dankandacht in der Kirche – fürwahr ein würdiges Ende.

Wir danken herzlich unserem Altpfarrer Dr. Wolfgang Haupt für dieses schöne Fest und wünschen ihm alles erdenklich Gute für seine Zukunft verbunden mit Gottes Segen.

Lucia Musilek

Vor dem Festtag schrieb Altpfarrer Haupt einen Gruß für die Pfarrzeitung:

Obwohl ich schon 7 Jahre in Pension bin, denke ich noch immer gerne an unsere gemeinsame Zeit in Neukagran zurück. Deshalb gelten meine Grüße zuerst den alten Bekannten und allen, denen ich so lange das Evangelium verkünden und die Sakramente spenden durfte. Besonders denke ich gerne an die Ministranten und alle Kinder, aber ebenso an die Senioren sowie an alle Hörer meiner Predigt. Manche sind verstorben oder übersiedelt, andere sind neu dazugekommen. Ihnen wünsche ich, dass sie sich bald in der Gemeinschaft beheimatet fühlen.

Beständige Änderungen und Erneuerungen sind ein Gesetz des Lebens und natürlich auch der Kirche, das gilt für das Ganz und auch für alle Teile. Niemals werden alle immer mit allen zufrieden sein. Umso wichtiger ist es, dass es eine gemeinsame Grundlage gibt, auf der alle Gutwilligen sich treffen können: das ist für uns der christliche Glaube und die kirchliche Gemeinschaft, zu der allerdings alle, ihren Möglichkeiten entsprechend, beitragen müssen.

Zuletzt möchte ich allen ,die mir seinerzeit geholfen und durch Arbeit und Gebet für die gemeinsamen Aufgaben beigetragen haben, nochmals danken. Ihnen so wie den neu Dazugekommenen wünsche ich Erfolg und Segen und versichere alle meines Gedenkens im Gebet.

… dass es einen jüdisch-arabischen Liederabend gab und dass die Firmung in unserer Kirche stattgefunden hat

Beitrag vom 31. 05. 2013

Am 27. April besuchten ungefähr 160 Zuhörer den jüdisch-arabischen Liederabend.

Simone Pergmann, die Sängerin mit der großartigen Stimme, haben viele Besucher bewundert. Obwohl die meisten Zuhörer die Texte nicht verstehen konnten, waren wir durch die vorherige Erklärung, den Rhythmus und durch die Intensität ihrer Stimme voll dabei.

Großes Lob erhielt auch der arabische Künstler Karim Othman Hassan, der uns auf der Oud seine Lieder vortrug. Ein Besucher sagte, bei ihm merkte man besonders, dass er mit der Musik und dem Rhythmus ganz im Einklang war. Einfühlsam begleitet wurden die Beiden von Bernie Rothauer, der mit Gitarre und Perkussion rhythmische Akzente setzte.

Ich glaube, es war für alle ein interessanter Abend mit neuen Erfahrungen. Für mich war auch das Bemühen der Musiker um Frieden zwischen diesen beiden Völkern zu spüren.

Dank an alle, die das Buffet so liebevoll hergerichtet und die Einladungen entworfen haben.

Franz Zoubek

Acht Jugendliche bereiteten sich ein halbes Jahr auf den Empfang der Firmung vor. Es gab in etwa 14tägige Treffen und ein Wochenende. Dort wurde überlegt, warum Glaube und Kirche wichtig sind, was ein Sakrament ist und wie ein weiterer Glaubensweg als Erwachsener gegangen werden kann.

Neben dem Lernen neuer Begriffe und dem Führen ernster Diskussionen gab es auch lustige Stunden, in denen die Gruppe gut zusammen gewachsen ist. Die besondere Qualität der Gruppe bestand darin, dass man mit viel Respekt und Verständnis begegnet ist.

Die Firmung selbst fand am 5. Mai in unserer Kirche statt. Die Kirche war ziemlich voll. Der Firmspender Domprediger Dr. Ewald Huscava hielt eine sehr lange, aber durchaus spannende Predigt, in der die Firmlinge immer wieder einbezogen wurden. Die Firmmesse war sehr schön gestaltet und es herrschte eine tolle Atmosphäre.

Im Pfarrgarten stärkten sich danach alle. Es wurde viel geplaudert und danach ließ jeder Firmling den Tag mit seiner Familie ausklingen.

Besonderer Dank gilt dem Firmteam: Gerda, Carolin Michi!

Pfarrer Marcel Berger

… wie der Wechsel an der Spitze der Kirche vollzogen worden ist

„Wie ein Blitz aus heiterem Himmel! So wurde die Meldung von vielen empfunden: Papst Benedikt tritt am 28. Februar zurück. Der Papst geht in Pension? Unvorstellbar! (Fast) nie dagewesen! „Aber die Welt, die sich so schnell verändert, wird heute durch Fragen hin- und hergeworfen, die für das Leben des Glaubens von großer Bedeutung sind“, sagt der Papst als Begründung für seinen außergewöhnlichen Schritt. „Um trotzdem das Schifflein Petri zu steuern und das Evangelium zu verkünden, ist sowohl die Kraft des Körpers als auch die Kraft des Geistes notwendig“, erklärt er weiter. Beide Kräfte haben „in den vergangenen Monaten in mir derart abgenommen, dass ich mein Unvermögen erkennen muss, den mir anvertrauten Dienst weiter gut auszuführen.“

Mich traf diese Nachricht ebenso unvorbereitet wie fast alle. Ich hatte Papst Benedikt wenige Tage zuvor noch getroffen. Er wirkte zwar körperlich irgendwie gebrechlich, geistig aber völlig frisch und wach. Ich schwanke zwischen Trauer und Verständnis, Bedauern und Bewunderung. Ein mutiger, aber auch ein schmerzlicher Schritt. Eines ist für mich sicher: Er hat diese Entscheidung vor Gott getroffen, auf sein Gewissen gehört und das verdient volle Hochachtung.“
Kardinal Christoph Schönborn

Die Vorbereitung im Kardinalskollegium für die dadurch anstehende Neuwahl war getragen von einer sehr offenen, kritischen Bestandaufnahme und Diskussionen, was nun weiter mit der Kirche geschehen soll, was ihr nottut. So war es überraschend, dass Kardinal Bergolio von Buenos Aires (Argentinien) mit großer Mehrheit zum neuen Papst gewählt wurde und er sich den Namen Franziskus gab. Gleich beim ersten öffentlichen Auftritt bestach er durch einfache Gesten: Er behielt sein schlichtes Brustkreuz, er hatte nur seinen weißen Talar an, er bat die Menge um das Gebet für ihn, er stellte sich als Bischof von Rom vor, er wünschte den Menschen eine gute Nacht!

Die Sondersendung im ORF dazu am 13. März hatte einen Zuschauerrekord zu verzeichnen: 1,789 Millionen Menschen ab 12 Jahren waren dabei, das war eine Reichweite von 59% (- die größte in diesem Jahr)!

Pfarrer Marcel Berger